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100% Agave – Aber wo kommt die Agave eigentlich her ?

100% Agave – Aber wo kommt die Agave eigentlich her ?

Bevor Sie überhaupt daran denken, Ihre Hand zu lecken, etwas Salz zu streuen und einen Tequila-Shot zu trinken, müssen Sie etwas wissen: So sollten Sie Tequila nicht trinken. Tequila so zu trinken war üblich, als billiger Tequila den Markt dominierte, aber die Dinge haben sich geändert – unsere Tequila-Optionen haben sich dahingehend verbessert, dass wir langsam den besseren Tequila trinken und genießen können.

 

Und wenn Sie wüssten, wo Tequila herkommt, könnten Sie diesem mexikanischen Schnaps ein wenig mehr Respekt zollen. Hinter einem guten Tequila steckt nämlich eine ganze Menge Arbeit. Das alles beginnt mit der beeindruckenden blauen Weber-Agave, die im mexikanischen Bundesstaat Jalisco berühmt ist. (Sie wächst auch in den Staaten von Colima, Nayarit und Aguascalientes, aber die Mehrheit von Mexikos Agave kommt aus Jalisco.)

 

Den Namen hat die Blaue Weber-Agave vom französischen Militärarzt Frédéric Albert Constantin Weber, welcher unter Kaiser Maximilian I gegen 1860 einen Großteil Mexikos bereiste. Dabei entdeckte der Hobby Botaniker unter anderem auch diese Agavenart, welche er, zurück in Frankreich, als die nach ihm benannte Blaue Weber-Agave beschrieb. Neben der Blauen Weber-Agave gibt es noch etwa 200 weitere Agavensorten, für Tequila darf jedoch ausschließlich diese verwendet werden.

 

Blaue Agaven sind die großen Pflanzen, die vor allem im Hochland von Jalisco auf einer Höhe von 900 bis 2500m wachsen. 80 Prozent der mexikanischen blauen Agaven finden ihren Ursprung dort, wo sich die meisten Tequila-Destillerien des Landes befinden. Sie können einen Durchmesser von knapp 2 Metern erreichen. Die Pina – geschützt durch hohe, stachelige Blätter – ist das Herz der blauen Agavenpflanze. Eine reife Pina kann, sobald die Blätter entfernt sind, zwischen 35 und 90 Kilogramm wiegen. Aufgrund der hohen Zuckerproduktion im Kern der Pflanze wird diese Pflanze zur Herstellung von alkoholischen Getränken verwendet.

 

Die einjährigen Setzlinge müssen zwischen 6 und 10 Jahren heranwachsen, bevor sie erntereif sind. Es wird dabei völlig auf jede Zugabe von Düngern und anderen Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Lediglich Unkraut wird von Zeit zu Zeit per Hand von den Feldern entfernt. Ist eine Agavenpflanze reif, so wächst innerhalb von nur zwei Wochen ein bis zu sechs Meter hoher Stamm in die Höhe, welcher die Fruchtkörper der Agave trägt. Die Agavenbauern versuchen dies jedoch zu vermeiden, da die Pflanze nach ihrer Blüte abstirbt. Wird der Stamm hingegen frühzeitig abgetrennt, wächst sie weiter.

 

Die Erntehelfer, welche die Pina auf traditionelle Weise ernten, nennt man Jimador. Ein Jimador ist nicht nur in der Lage, die Pina zu ernten, sondern auch zu erkennen, welche Pina tatsächlich reif ist. Dies ist eine schwierige Aufgabe, da die Pina von dicken, stacheligen Blättern umgeben ist. Auch reifen die die Agavenpflanzen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen, daher gibt es kein einheitliches Maß, mit dem man eine reife Pflanze erkennen könnte. Der Jimador benutzt eine Coa, einen langen Holzgriff mit einer scharfen Kreisschneideklinge an der Unterseite, um die Blätter von der Agavenpflanze abzuschneiden und die Pina zu ernten.

Es steckt also eine Menge Arbeit in der Agave bevor sie überhaupt erntereif ist und das schmeckt man auch! Nur muss die Bereitschaft da sein, etwas mehr Geld für den 100% Agave Tequila zu zahlen, welcher dafür qualitativ und geschmacklich um Welten besser ist.

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